Theater- und Medienworkshop von kunstlabor 52

„Es gibt für alles eine Lösung …“

selbst für scheinbar fest zementierte Vorurteile, für Ausgrenzungen, Diffamierungen und Konflikte!
So der Titel einer Szene und der Tenor aller, in der 2. Hälfte der Herbstferien, gemeinsam von den Jugendlichen im Theater- und Medienworkshop Wer ist eigentlich der Andere? entwickelten Szenen, die am Samstag 4. November im vollbesetzten Saal des Jugendzentrums STEIG einem aufmerksamen Publikum präsentiert wurden.

„Der Weg ist das Ziel!“ Diese schon jahrtausendealte, Konfuzius zugeordnete Weisheit, passt wie „Topf auf Deckel“ (nicht von Konfuzius) zu dem von Chantal Thali und Ridvan Yumlu im Kunstlabor für (inter)kulturelle Angelegenheiten angebotenen sechstägigen Workshop an dem zwanzig Jugendliche aus allen Spandauer Ortsteilen sowie aus den Flüchtlingsunterkünften in der „Schmidt-Knobeldorf“, am „Waldschluchtpfad“ und der „Mertensstraße“ teilgenommen haben.

Denn letztlich war es eine nahezu babylonische Mischung an Sprachen, Nationen, Religionen, Kulturen und an sozialen Herkünften, die da trotz Brücken- und Feiertag vom 30. Oktober bis 4. November im Haus am Cosmarweg und im Jugendzentrum STEIG bzw. im Medienkompetenzzentrum CIA zusammentrafen und in der kurzen Zeit es geschafft haben ,sich über all die offenbaren und heimlichen Grenzen hinweg kennen- und schätzen zu lernen, sich auf Themen, Vorgehensweisen, Rollen, Szenen und Bilder zu einigen und diese auch gemeinsam zu präsentieren.

Mit wieviel Ernst und auch Spaß diese Herausforderung gemeistert wurde, zeigten die meterlangen Textfahnen der Notizen, Fragen, Wünsche und Anregungen sowie die Bilderfolge aus den Workshoptagen, die den Eltern, Verwandten, Freunden, Geschwisterkindern und interessierten Fachleuten im Foyer und Café des ansonsten immer noch wassergeschädigten und räumlich auf das Erdgeschoss begrenzten Jugendzentrums am Räcknitzer Steig gezeigt wurden.

Mit treffenden Szenen aus dem Dönerladen, mit Bildern vom eskalierenden Streit und einer schlichtenden Frau im Vollschleier sowie mit einem Blick in einen Schulalltag mit Ausgrenzung und Mobbing sowie den gefundenen Lösungen im Gespräch haben die „Jungs und Mädchen“ des Workshops ihre Auseinandersetzung mit dem Thema auf die Bühne gebracht.

Die Workshoptage in Staaken wurden finanziert aus dem Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung mit Unterstützung aus der Theresia-Zander-Stiftung und von chantal Thali und Ridvan Yumlu in Kooperation mit Staakkato Kinder und Jugend e.V., mit dem Jugendzentrum STEIG und dem Medienkompetenzzentrum CIA „computer in action“ realisiert.

Es folgen noch Bilder aus der Präsentation v. 4. November im STEIG

Applaus für alle Akteure

 

Auch das ein Produkt der Workshoptage: Infos und Einblicke auf der Leinwand …

 

… auf  Tablets

 

… und an der Wand

 

Zwei Meter Notizen der gründlichen Auseinandersetzung 

 

Kulturelle Missverständnisse – Szenen aus dem Dönerladen

 

 

Aus geringem Anlass eskalierende Konflikte …

 

… und die ausgleichende Beobachter- und Begleiterin

 

Szene III: In der Schule …

 

Meine Clique – Deine Clique …

 

… und die Lösung: neugierig darauf, wie tickst du denn?

 

Blumen für alle Beteiligten, überreicht Alex Barunke vom STEIG

 

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