Wichtige Mieterinfos zum Eigentümerwechsel

Obwohl die betroffenen Mieter von der GSW über den Eigentümerwechsel schon per Brief informiert wurden, so bleiben doch noch manche Unsicherheiten und offene Fragen. Auf den entsprechenden Kommentar einer Mieterin  zum Artikel auf staaken.info hat der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund AMV mit hilfreichen Informationen geantwortet. Zu wichtig um als Kommentar „versteckt zu bleiben“ – deshalb nun Fragen und Antworten hier:

In ihrem Kommentar zum Artikel  ADO heißt der neue Investor hat Maria Bothe, die seit fast 40 Jahren als GSW-Mieterin am Blasewitzer Ring wohnt – und das gerne, wie sie betont –  die Frage gestellt, wo bei dem Deal zwischen Deutsche Wohnen AG und ADO Properties die Belange der Mieter „in den teilweise sehr von der GSW vernachlässigten Wohnhäusern“ bleiben“? Sie bemängelt, dass es von Seiten der ADO wie auch in dem Schreiben der GSW noch keine Aussage gibt wohin denn die laufende Miete zu überweisen wäre und stellt fest, was sicherlich für viele Mieter gilt: „So sieht es zur Zeit aus und macht sehr unsicher !!!!!“.

Mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass es sich bei den folgenden Ausführungen nicht um eine Beratung im Einzelfall handelt und dass „in Zweifelfragen den Mietern empfohlen wird sich Auskunft und Beistand bei einem Mieterverein oder Mietrechtsanwalt einzuholen, hat der im Spandauer Falkenhagener Feld ansässige Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund AMV folgende juristische Hinweise gegeben, die der Verunsicherung in der Mieterschaft zumindest in den folgenden vier Fragen entgegenwirken.

Inzwischen sind auch Schreiben der ADO bei den Mietern eingegangen u.a. mit der Kontoangabe für Mietzahlungen – insofern ist die Aussage zu Punkt 2 überholt!!*

Vier Punkte zum Eigentümerwechsel:
„1) Kein Mieter muss mit ADO Properties einen neuen Mietvertrag abschließen. Der bestehende Mietvertrag gilt weiter. Es gilt § 566 BGB – „Kauf bricht nicht Miete“, d. h. der Mietvertrag geht mit allen Rechten und Pflichten auf ADO Properties über.

2) Die Miete ist zur Zeit noch an die GSW Immobilien AG zu zahlen. ADO Properties ist noch nicht der Vermieter, sondern immer noch die GSW. ADO Properties wird erst mit Eintragung im Grundbuch Eigentümer und damit Vermieter. Erst ab diesem Zeitpunkt darf ADO Properties die Miete fordern oder wenn die GSW schriftlich mitteilt, dass nunmehr die Miete ab sofort an ADO Properties zu zahlen sei – was inzwischen von beiden Seiten aus auch geschehen ist.*

3) Die Mietkaution ist von der GSW an ADO Properties auszukehren. Nach § 566a BGB haftet ADO Properties auf Rückzahlung der Mietkaution, und zwar unabhängig davon, ob ADO die Kaution auch tatsächlich von der GSW erhalten hat. Daneben haftet ersatzweise auch die GSW weiter.

4) Für das Jahr 2014 muss noch die GSW (Ista) über die Betriebs- und Heizkosten abrechnen. Für das Jahr 2015 wird die Nebenkostenabrechnung von der ADO erstellt werden.“

 Kontakt AMV & Sprechzeiten:

Bürgerbüro Falkenhagener Feld,
Westerwaldstraße 9, 13589 Berlin

Montag 18:00 – 19:30 Uhr,
Mittwoch 10:30 – 12:00 Uhr,
Freitag 18:00 – 19:30 Uhr,
Samstag 10:00 – 11:30 Uhr (mit Rechtsberatung)

Tel: 030 / 68 83 74 92, Handy: 0170 / 237 17 90

Postanschrift AMV:
AMV – Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e.V.,
Pillnitzer Weg 35, 13593 Berlin

Der nächste  Mieter- und Verbraucherstammtisch des AMV hat das Thema:

Der Mietenvolksentscheid
Gesetz über die Neuausrichtung der sozialen Wohnraumversorgung in Berlin
Mittwoch 15. April 19.30 Uhr
Restaurant des TSV 1860 Spandau
Tanzsportzentrum Askanierring 150

2 Gedanken zu “Wichtige Mieterinfos zum Eigentümerwechsel

  1. Sehr geehrte Damen und Herren , leider hat Ado property mir immer noch keine Bankverbindung mitgeteilt und auf Nachfrage sagte mir das die es machen aber warte seit mehrere Wochen und es ist immer noch nicht geschehen . Bitte um eure Hilfe ! Bitte teilt mir die Bankverbindung von Ado damit ich die Miete bezahlen kann. Vielen Dank im Voraus aus. Mit freundlichen Grüßen
    Issa

  2. Betrifft Maulbeerallee 45, Müllplatz.
    Schon jetzt sieht der Rollenbehälter- Müllplatz aus wie eine Müllkippe.
    Auch eine Mieterklientel, die bedenkenlos ihren Sperrmüll auf den Müllplatz verbringt,obwohl das illegale strafbare Handlungen sind und mit hohen Strafen geahndet werden können,ist leider zu beklagen.
    Wird sich zeigen ob der neue Vermieter in der Lage ist diese Sauerei zu unterbinden.
    Warscheinlich wird wieder einmal nur abkassiert, die Häuser und das Umfeld verkommen weiterhin.
    Der Bürgermeister von Spandau hält sich wieder einmal durch Untätigkeit schadlos, obwohl der Berliner Senat die ehemaligen schönen Sozialwohnungen aus sebstverschuldeter Steuerverschwendung ohne den Bürger mit einzubeziehen, hinter seinem Rücken an den Meistbietenden verhöckert hat. Ade du ehemals schönes Spandau.
    Ich hoffe nur, das recht viele betroffene Mieter, Spandauer, ihr Gehirn eischalten und gegen diese Machenschaften auch gedanklich vorgehen.

    Freunlichst
    Bernd Franke

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