6. Bildungsnetzkonferenz: Kooperationen & Bonusprogramm

Schule & Co – gut vernetzt!

Veröffentlicht am 28. 04. 2014

6.Bildungsnetzkonferenz_8.4.14Seit Jahresbeginn ist das sog. Bonusprogramm aufgelegt, mit jährlich zwischen 50 – 100.000 Euro pro Schule mit hohen sozialen Belastungen. Mit 10.000 Euro ist die Kooperationszulage nicht unwesentlich dabei.

Kooperationen, Bonusprogramm und die geplanten bzw. begonnenen Maßnahmen standen daher bei der Bildungsnetzkonferenz vor Ostern im Mittelpunkt.

Das Kriterium für die Aufnahme der Schule in das „Bonusprogramm für Schulqualität“ der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie für die Höhe der Auszahlung ist die Anzahl der von einer Zuzahlung für Lernmitteln befreiten Schüler/innen. Schulen mit einem  „lmb-Faktor“ von 75% erhalten inkl. Kooperationszulage 100.000 EUR, Schulen mit 50% „lmb“ bekommen 50.000 bzw. wenn sie im Aktionsraum von „Soziale Stadt“ liegen 62.500 EUR.

So sind die beiden Grundschulen in unserem Quartier, die „Christian-Morgenstern“ mit 100 TEUR und die „Gs am Amalienhof“ mit 62.500 EUR  dabei. Die gleiche Summe 62.500 EUR erhält aus dem Bonusprogramm auch die Carlo-Schmid-Oberschule.

Die Schulen können darüber entsprechend ihren Erfordernissen frei verfügen und so Schulsozial- und Elternarbeit, Kunst-, Theater- oder Musikprojekte etc. aber auch schulinterne Fortbildungen finanzieren. Wesentlich ist nur, dass es immer zusätzliche Angebote sind, die nicht im Rahmen des Unterrichts oder der verbindlichen Freizeitbetreuung abgedeckt werden müssen.

Die von den Schulen aus dem Programm finanzierten Maßnahmen für eine höher Schulqualität müssen aber auch greifen, um auch weiterhin den vollen Satz der Zuwendungen zu erhalten. In den ersten beiden Jahren beträgt der erfolgsabhängige Anteil 15 TEUR, der bis ca. 50% der Gesamtzuweisung in 2020 ansteigen wird.

Die Kooperationszulage von 10 TEUR wird  nur an die Schule ausgezahlt die schriftlich vereinbarte Kooperationen mit anderen Schulen, mit Kitas oder Hochschulen aber auch in regionalen Bildungsverbünden vorweisen kann.

So eine Kooperation sind die Christian-Morgenstern-Gs, die GS am Birkenhain und die Grundschule am Amalienhof eingegangen und können sich so eine Schulpsychologenstelle teilen oder gemeinsam eine Verwaltungsstelle zur Organisation der Aufgaben im Rahmen des „Bildungspakets“ des Teilhabegesetzes schaffen, bzw. bei spezifischen Lernassistenzen zusammenarbeiten.

Aber auch Vernetzungen mit Kitas und konkrete Maßnahmen für den Übergang von Kita zur Schule haben die Grundschulen mit Angeboten der Sprachförderung für Kitakinder in ihren Schulen auf dem Programm.

Neben Sprachförderung will die „Morgenstern“ (CMG) durch Sport für Kita in der Schule und durch die Öffnung der Schule für den Stadtteil über das Familienzentrum FiZ oder der Schulbibliothek schon vor der ersten Klasse Schwellen für Eltern und Kinder abbauen.

An der „Gs am Amalienhof“ (GaA) will man über Lernassistenz, Sprachförderung etc. hinaus auf integrative, Bewegung und Kreativität fördernde Projekte  in den Klassen unter den Stichworten „Kunst & Integration“ sowie „Sport & Integration“ setzen.

Die Grundschule am Birkenhain sieht weitere aus dem Programm zu finanzierende Felder in der Verkehrserziehung und – ganz wichtig – in Honorarkräften für Schwimmkurse, sowohl additiv zum Unterricht als auch in Ferienangeboten.

Kooperationen mit der Schule am Staakener Kleeblatt sowie einer Oberschule mit dem Schwerpunkt Berufsorientierung und Berufsbegleitung ist u.a. die Carlo-Schmid-Oberschule (CSO) eingegangen. Passend dazu soll eine halbe Sozialarbeiterstelle für Angebote der „Berufsorientierung“ mit Praktika und Visiten bei Firmen und Einrichtungen finanziert werden, sowie Theater- und Sportprojekte (u.a. Trampolin AG) aber auch „Kennenlerntage“ zum Übergang von Grund- zur Oberschule realisiert werden.

Kooperationen und Vernetzungen zwischen Schule, Kita, Jugendfreizeit und freien Trägern gibt es, wie Cornelia Dittmar eingangs auf der 6. Bildungsnetzkonferenz darstellte und in der Diskussion von verschiedenen Teilnehmern betont wurde, mehrfach:
Von „Abgefahren“ den Camps gegen Schuldistanz von CSO und Staakkato e.V., dem langjährigen Theaterprojekt mit „Grips“ an der CMG, dem Projekt „Amalie“ mit der Bauwagen-Werkstatt an der GaA, oder dem Eltern-Kind-Kochen von Kita Wunderblume und CMG, bis zu den vielfachen Kooperationen von Jonas Haus mit Spandauer Grundschulen im  Rahmen des Medienprojektes …

Insofern werden Erfahrungen mit Kooperationen und Kooperationsprojekten im Quartier wohl auch bei der kommenden 7. Bildungsnetzkonferenz, die für den 23. September vorgesehen ist, mit ein Thema sein.

Mehr über die 6. Konferenz des Bildungsnetzes Heerstraße

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Beiträge Bildungsnetz [+]

  • 030-617 400 77
  • 030-617 400 76
  • E-Mail: quartiersverfahren@heerstrasse,net
  • Ansprechpartner
    Cornelia Dittmar
  • Träger
    Quartiersmanagement Heerstraße Blasewitzer Ring 32 | 13593 Berlin

Editoral[+]

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    Hier entstehen unsere Seiten zum Bildungsnetz Heerstraße Nord. Unser Ziel ist es, einen direkten und kompletten Überblick über die vielfältigen Bildungsangebote im Quartier zu ermöglichen. Denn nur, wer die Angebote kennt, kann sie auch wahrnehmen.

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    Wir werden einen einfachen Zugang zu den Bildungseinrichtungen und -angeboten gestaffelt nach Altersstufen schaffen. Dieser ergänzt die bestehende Darstellung sämtlicher Einrichtungen auf staaken.info unter der Rubrik „Stadtteil“.

    Darüber hinaus werden wir kontinuierlich über die einzelnen Schritte und Ergebnisse beim Ausbau und bei der Festigung des Bildungsnetzes berichten. Dazu zählen beispielsweise die inhaltliche Abstimmung von Bildungsangeboten und -veranstaltungen zwischen den Einrichtungen, die Optimierung der Bildungsübergänge (Kita – Grundschule, Grundschule – weiterführende Schule, Schule – Ausbildung, Studium, Beruf), die bedarfsorientierte Entwicklung von Angeboten und die Organisation von Fachveranstaltungen und Treffen zum Erfahrungsaustausch.

    „Um ein Kind zu erziehen, bedarf es eines Dorfes.“

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