Workshop von Johanniter und Geschwister-Scholl-Haus

Man kam sich näher, beim 1.Hilfe-Kurs an der Rampe

Es kann viel passieren bei den Sprüngen und Tricks mit BMX-Rad, Skateboard oder Roller. Folgerichtig also, dass die Johanniter-Unfallhilfe sich das Geschwister-Scholl-Haus und die Rampen am Bullengraben ausgesucht hat, um dort einen 1-Hilfe Ferienworkshop für Jugendliche mit und ohne Behinderung durchzuführen.

Vom 15. – 17. 7. haben junge Leute aus dem GSH  und von der Johanniter-Betreuungsgruppe für Menschen mit geistiger Behinderung von erfahrenen Sanitätern wichtige Regeln und Tipps bei Unfällen und Verletzungen vermittelt bekommen.

Schon beim anfänglichen „Was kann passieren?“ konnten Hinweise gegeben werden, die nicht nur bei Sport und Spiel präventiv wirken können. Und nicht nur weil an jedem Tag neue Jugendliche vom GSH dazukamen wurden die absoluten Grundregeln täglich wiederholt: wen rufe ich an, wie melde ich einen Unfall und was ist zu tun bis die Rettungskräfte kommen.

Offensichtlich aber hatten alle Teilnehmer/innen auch viel Spaß während der drei Workshoptage beim Geschwister-Scholl-Haus, sowohl als es darum ging Verletzungen zu simulieren und Wunden zu verbinden, bei dem gemeinsamen Grillen und Essen zum Tagesabschluss, wie auch bei dem Besuch und ausgiebigem Kennenlernen von Rettungswagen und 1.Hilfe-Motorrad. Und manche Jugendliche und jungen Erwachsenen der von Holger Gockel und Antje Kolbusa im Gemeinwesenzentrum an der Obstallee geführten Johanniter-Betreuungsgruppe für Menschen mit geistiger Behinderung haben schon selbst ihre Erfahrungen mit Rettungswagen und 1.Hilfe-Maßnahmen gemacht.

Mit dem von Holger Gockel und Antje Kolbusa zusammen mit dem Team vom Jugendzentrum am Magistratsweg initiierten „Inklusiven Erste Hilfe Workshop“ ist ein guter Anfang für weitere gemeinsame Aktionen gesetzt und die richtige Antwort gegeben worden auf den hässlichen Übergriff vor Monaten gegen einen behinderten Jugendlichen und die daraus entstandene Diskussion über vermeintliche Defizite an Respekt in der Großsiedlung Heerstraße.

„Erste Hilfe an der Rampe“ von Johanniter Unfallhilfe und Geschwister-Scholl-Haus ist Inklusion in Aktion und nicht nur in Diskussion. Zum Artikel über das Fachgespräch „Inklusion“ des Bildungsnetzes Heerstraße

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