Zum zweiten Mal lädt Swen Schulz (SPD-MdB) zum Dialog ins Gemischtes

Integration ist keine Einbahnstraße

Farhad Dilmaghani, Swen Schulz und Aydan Özoguz: "Integration geht alle an"

Lag es an dem Trio des Podiums, die alle – selbst Swen Schulz mit einer spanischen Mutter – einen sog. Migrationshintergrund haben, oder am Publikum, das sich aufgrund Herkunft, Heirat oder haupt-/ehrenamtlicher Beschäftigung als   kompetent erwies? Jedenfalls war gestern im Gemischtes  nicht wie meist üblich nur über Anforderungen und Defizite bei den  Zuwanderern zu hören, sondern mehr darüber, dass die Aufnahmegesellschaft gleichermaßen gefragt ist wenn Integration Erfolg haben soll. 

Rund 100 Gäste kamen auf Einladung des Spandauer SPD Bundestagsabgeordneten Swen Schulz, der mit der Integrationsbeauftragten des SPD-Parteivorstandes Aydan Özoguz und dem Berliner Staatssekretär Farhad Dilmaghani, der stellvertretend für seine Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration kam, zwei absolute Fachleute seiner Partei nach Staaken brachte zum zweiten Zukunftsdialog „Integration geht uns alle an“ im Kulturzentrum Gemischtes.

Aydan Özoguz baute mit Zahlen und der Migrationsgeschichte in Deutschland in ihrem Vortrag sowohl die Basis, als auch mit  Geschichten aus dem Alltag des Zusammenlebens in Schule und Beruf, den Integrationsbemühungen und den Ausgrenzungshürden den Anstoß für eine lebhafte und fachkundige Diskussion, der es nur an einem mangelte:  am Widerpart.

Von vielen auch in der Diskussion bestätigt, ist ein Faktor besonders auffallend: wenn selbst Kinder der 2., 3. oder 4. Zuwanderergeneration – also deren Eltern, ja sogar Großeltern bereits hier geboren und aufgewachsen sind – immer noch die Zuordnung „ausländischer oder migrantischer Herkunft“ bekommen, dann ist die Integrationsbereitschaft der Mehrheitsgesellschaft zumindest mal fraglich. Vor allem dann, wenn, wie z.B. in unserem Stadtteil das Gros dieser „Migrantennachkommen“ deutsche Staatsbürger sind.

Dass hierzulande für junge Menschen jeder Herkunft mehr getan werden muss für bessere Chancen in Bildung und Ausbildung haben alle sowohl vom Podium als auch im Auditorium mehrfach betont. Auffallend dabei, dass sowohl Farhad Demirghani für die Berliner Praxis als auch Aydan Özoguz für alle Ballungsgebiete die herausragende und unverzichtbare Rolle der Förderung von Projekten und Maßnahmen im Rahmen von „Soziale Stadt“ für benachteiligte Stadtteile und Regionen betont haben.

Swen Schulz begrüßt mit einleitenden Worten die zahlreichen Gäste überwiegend aus Spandau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: T.S. QM

 

 

 

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