Veranstaltung des Zukunftsdialogs der SPD im Gemischtes

Demografischer Wandel – Müntefering kennt Abkürzung?

Alles was vier Beine hat und über eine zum Sitzen geeignete Fläche verfügt musste am Dienstag zur Veranstaltung mit Franz Müntefering und Swen Schulz  in den Saal des „Gemischtes“ getragen werden. So groß war das Interesse am Thema des Projekts „Miteinander der Generationen im demografischen Wandel“ im Rahmen des Zukunftsdialogs der SPD Bundestagsfraktion .
Analytisch scharf umriss der ehem. SPD Parteivorsitzende und heute MdB sowie Leiter des programmatischen Projektes Franz Müntefering die Probleme aber auch Chancen der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung der kommenden Jahrzehnte. Auf eine kurze Formel gebracht: „Wir werden immer weniger, dafür aber immer älter und das Leben, die Lebensentwürfe immer vielfältiger und bunter“. Gekonnt machte er nicht nur die zu erwartenden Szenarien deutlich von wachsenden Ballungszentren und aussterbenden ländlichen Regionen als „Alterruhesitze“ in Meck-Pomm oder im Sauerland , sondern legte den Fokus auf die wesentlichen politischen Erfordernisse:
– Bessere finanzielle und strukturelle Bedingungen für die Frauen und Männer, die arbeiten und Kinder haben bzw. haben wollen
– Bessere finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung für erziehende und pflegende Berufe
– Mehr und flexiblere Arbeits-, Lebens- und Wohnformen
– Mehr Arbeitsplätze und flexible Zeit-,Vertragsformen besonders für die älteren Menschen.

Und mit dem Spruch „65jährige können nicht mehr so schnell laufen wie 25jährige aber dafür wissen sie von Abkürzungen“ verwies der 72jährige ehem. Arbeitsminister darauf, dass die Ressourcen und das Knowhow der Älteren unverzichtbar sind für die Wirtschaft und die Sozialgesellschaft.

Gerade in der ausgiebigen Fragerunde blieb Müntefering auch kritischen Anmerkungen keine Antwort schuldig, auch wenn sie vielleicht für manche unbefriedigend blieb. Er stand auch weiterhon offen zu der unpopülären Maßnahme des auf 67 heraufgesetzten Rentenalters, denn auch da, meint er, muss aus ökonomischen Gründen der Tatsache entsprochen werden, dass die Mehrheit eben nicht mehr 10 oder 15 sondern eher 20 oder 25 Jahre Rente empfangen wird.
Ein Abend, wie man ihn sich öfters im GEMISCHTES wünschen würde, wenn auch am Ende mehr Fragen aufgetan wurden als schon heute sichtbare Lösungen.

Wer sich beteiligen möchte am Zukunftsdialog der SPD Bundestagsfraktion, an der Findung von Lösungswegen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, kann das auf Veranstaltungen tun aber auch online via der Webseite Zukunftsdialog.spdfraktion

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