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Abini Zöllner und MoMa in der Obstallee

Abini Zöllner im Gemeinwesenverein
Abini Zöllner im Gemeinwesenverein

Die Wege waren zum Glück kurz, um beide fast zeitgleich stattfindenden Ereignisse am vergangenen Donnerstag genießen zu dürfen. In der Stadtteilbibliothek wurde die MoMa-Ausstellung – nicht die aus New York, sondern die der Montagsmaler des Arbeitskreises Spandauer Künstler, eröffnet – und direkt gegenüber lud der Gemeinwesenverein zu der Lesung im Rahmen von “Staaken liest”  mit Abini Zöllner ein.

Viel Interesse und anregende Gespräche bei "MoMa in Staaken"
Viel Interesse und anregende Gespräche bei "MoMa in Staaken"

So wurde aber der Besuch bei der Ausstellung zur kurzen Stippvisite, denn   Abini Zöllner hat mit den Passagen aus ihrem Buch “Schokoladenkind – Meine Familie und andere Wunder” sowie von Kolumnen aus ihrer Arbeit als Feuilleton-Redakteurin der Berliner Zeitung, von der ersten Minute an alle Gäste in ihren Bann gezogen.Der Vater Nigerianer, die Mutter Jüdin und sie selbst dunkelhäutig und “mit afrikanischer Stirn”  Ende der 60er in Berlin-Lichtenberg geboren, daraus hätte gut und gerne eine nur schwer verdauliche Geschichte von Ressentiments, Ungerechtigkeiten oder Heimatlosigkeit werden können. Weit gefehlt: mit viel Charme, Witz und (Selbst)Ironie zeigte Abini Zöllner ganz erfrischend, dass ihr augenscheinliches Anderssein so überhaupt nicht fremd ist und Fremd oder besser befremdlich eher die widersinnigen pauschalen Erwartungen und Vorurteile sind. Gerade in Tagen wo allüberall versucht wird, die wahrlich dummen Stammtischsprüche eines Thilo Sarrazin zu ernsthaft diskutablen Thesen zu erheben, ein “vom Himmel  gesandter Teil” (so die Bedeutung des Namens Abini).
Übrigens: man behauptet, dass bei “Leo” dem Onlinewörterbuch die Anfragen nach der englischen Übersetzung von Dunstabzugshaube an diesem Abend sprunghaft angestiegen sein soll.

Das Buch “Schokoladenkind …” ist erschienen im Rowohlt-Verlag, aber leider vergriffen. Hoffentlich gibt es bald eine Neuauflage.

Die abwechslungsreiche und sehenswerte Ausstellung der Montagsmaler kann noch bis zum 01. Oktober während der Öffnungszeiten in der Stadtteilbibliothek (hinter dem Staaken-Center) besucht werden.

(Nachfolgend zuerst noch Bilder von der “MoMa-Ausstellung” und am Ende dann weitere Bilder von der Lesung mit Abini Zöllner)

Regina Schulze-Dau begrüßt die Besucher der Ausstellungseröffnung
Regina Schulze-Dau begrüßt die Besucher der Ausstellungseröffnung

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Das Wetter sorgte dafür, dass die Lesung mit Abini Zöllner nicht auf der Terrasse stattfand
Das Wetter sorgte dafür, dass die Lesung mit Abini Zöllner nicht auf der Terrasse stattfand

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Noch Zeit für Fragen und Gespräche - Nach der Lesung
Noch Zeit für Fragen und Gespräche - Nach der Lesung

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