Ein Projekt des Quartiersmanagements Heerstraße
Die vom Quartiersmanagement, der Stadtteilzeitung TREFFPUNKT und dem Stadtteilportal staaken.info initiierten Geschichtstreffs haben sich schon in mehreren Veranstaltungen und Ausstellungen mit der Geschichte der Großsiedlung Heerstraße auseinandergesetzt.
Vor 100 Jahren im Jahr 1911 wurde die Heerstraße als Verbindung zum Umland und für das Militär zum Truppenübungsplatz fertiggestellt. Da die Heerstraße das Quartier in Staaken auch heute noch deutlich prägt und ihm den den Namen gibt ist es fast folgerichtig, dass sich seit Anfang 2011 an lokaler Geschichte interessierte Mitbürger/innen zu einem Arbeitskreis des Geschichtstreffs zusammenfanden um gemeinsam und ehrenamtlich das Jubiläum mit Ausstellung, Veranstaltung und geführten Themenausflügen zu gestalten.
Diese Sonderseite “100 Jahre Heerstraße” begleitet den Arbeitsprozess der Ausstellungsmacher/innen auf dem Weg von Recherche bis zur Ausstellung und gibt so auch schon vorweg Einblicke wie sich 100 Jahre Deutsche Geschichte links und rechts der Heerstraße dokumentieren.
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Zum Jubiläum die MauerTour vom 14.08.
16. 08. 2011
Mit über 30 Teilnehmer/innen fand am Sonntag, den 14.08. der bislang dritte geführte Ausflug im Rahmen von 100 Jahre Heerstraße, die MauerTour, statt. Die meisten begaben sich per Fahrrad auf die Suche nach den Spuren der Geschichte von der Teilung Staakens. An Haltepunkten wurde nicht nur die durchaus komplizierte Geschichte von West- und Ost-Staaken, mit Interessensgebieten, Gebietstausch, Übernahme von Grenzregime, Sektoren- oder Zonenzugehörigkeit nebst allen rechtlichen Folgen ebenso erläutert wie die Geschichten erzählt von Mauerfluchten und Grenzdurchbrüchen mit Dampflok oder Planierraupe: Von der Karolinenhöhe, mit dem ehemaligen Gutshof, der erst in den 70ern dem Ausbau und der Perfektionierung der Grenzanlagen weichen musste, führte die Route zwischen den beiden Hahnebergen, mit Halt am ehem. Grenzübergang, dem Gedenkkreuz an der Bergstraße, an der Dorfkirche vorbei, die in unmittelbarer Mauernähe sowohl als Symbol der Teilung wie auch der Wiedervereinigung bekannt ist, bis zum Ende des Finkenkruger Wegs, wieder zurück zum Kulturzentrum Gemischtes wo es für manche Teilnehmer/innen noch zu einer Kaffee- und Kuchenpause mit lebhaften Gesprächen reichte.
Für die Gäste der ArchitekTour, der FriedhofsTour und jetzt auch der MauerTour waren die Ausflüge des GeschichtsTreffs und des Quartiersmanagements durchaus auch Anregung sich der Ausstellung zu 100 Jahre Heerstraße im Oktober und den Veranstaltungen im Rahmen von “Gemischtes Feuilleton” im September und Oktober mit Interesse zu widmen.

Treffpunkt zum Start der Mauertour und Einkehr am Schluss, das Kulturzentrum Gemischtes in der Sandstraße

Die letzte der neuen Stationen mit Staakener Mauergeschichten am Ende des Finkenkruger Wegs, dort wurde 1966 die mit Zaunreihen bewehrte Grenze von zwei Familien mit einer Planierraupe durchbrochen
Ausflüge per Rad und/oder Bus zu Sehenswertem links und rechts der Heerstraße. Treffen jeweils 11 Uhr Kulturzentrum Gemischtes, Sandstraße 41. Anmeldung und Informationen unter 617 400 77.
Teil I Planung und Bauzeit
1897 Die „Neue Zeit“ berichtet über Pläne des Militärs für eine Heerstraße bis Döberitz mit Havelbrücken zwischen Pichelswerder und Tiefwerder
1898 Regierungsbauführer Ludwig Hercher veröffentlicht in der Deutschen Bauzeitung seinen Vorschlag zum Bau eines breiten Boulevards von Am Knie bis Pichelsberg
1902 Abriss der Bebauung auf der Südseite der noch schmalen Bismarkstraße
1903 – 1906 Bau des Abschnitts von Am Knie mit Verbreiterung der Bismarckstraße, dem Kaiserdamm bis Reichskanzlerplatz
1906 – 1908 Realisierung des Boulevards durch den nördlichen Grunewald bis zum Stößensee. Zur Finanzierung wird vom Forstfiskus ein breiter Streifen entlang der Straße in baureife Parzellen verwandelt
16. März 1908 Die U-Bahn zum Reichskanzlerplatz wird kurz vor der öffentlichen Freigabe vom Kaiser abgefahren
1908/09 Die Brücken über Stößensee und Havel werden gebaut und beidseits die Dämme aufgeschüttet.
1909 Die Pferderennbahn Grunewald wird auf dem Areal des heutigen Olympiastadions eröffnet. Drei Jahre später wird unter Einbeziehung der Rennbahn das Deutsche Stadion nach Entwürfen von Otto March errichtet. Vorgesehen für die Olympischen Spiele 1916, die aufgrund des 1. Weltkriegs nicht stattfinden.
1911 Mit der Döberitzer Heerstraße ist der Anschluss zur Fernstraße nach Hamburg und zum Truppenübungsplatz Döberitz fertig gestellt. Dort ist das Kaisermanöver mit zum ersten Mal auch Beteiligung von Flugzeugen ein erster Höhepunkt.
02. 05. 2012
06. 03. 2012
25. 10. 2011
25. 10. 2011
23. 10. 2011
15. 10. 2011
10. 10. 2011
03. 10. 2011
03. 10. 2011
30. 08. 2011
16. 08. 2011
08. 08. 2011
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15. 07. 2011
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03. 07. 2011