Ein Projekt des Quartiersmanagements Heerstraße
Die vom Quartiersmanagement, der Stadtteilzeitung TREFFPUNKT und dem Stadtteilportal staaken.info initiierten Geschichtstreffs haben sich schon in mehreren Veranstaltungen und Ausstellungen mit der Geschichte der Großsiedlung Heerstraße auseinandergesetzt.
Vor 100 Jahren im Jahr 1911 wurde die Heerstraße als Verbindung zum Umland und für das Militär zum Truppenübungsplatz fertiggestellt. Da die Heerstraße das Quartier in Staaken auch heute noch deutlich prägt und ihm den den Namen gibt ist es fast folgerichtig, dass sich seit Anfang 2011 an lokaler Geschichte interessierte Mitbürger/innen zu einem Arbeitskreis des Geschichtstreffs zusammenfanden um gemeinsam und ehrenamtlich das Jubiläum mit Ausstellung, Veranstaltung und geführten Themenausflügen zu gestalten.
Diese Sonderseite “100 Jahre Heerstraße” begleitet den Arbeitsprozess der Ausstellungsmacher/innen auf dem Weg von Recherche bis zur Ausstellung und gibt so auch schon vorweg Einblicke wie sich 100 Jahre Deutsche Geschichte links und rechts der Heerstraße dokumentieren.
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Geführte Ausflüge zu 100 Jahre Heerstraße
13. 07. 2011

Die Gruppe der "ArchitekTour" vor Häusern der Siedlung Heerstraße in Charlottenburg (Foto J. Bethge)
Am Sonntag, den 10. Juli zogen rund 20 Frauen und Männer aus dem Stadtteil und umzu per Fahrrad, Stadtteilbus und PKW die Heerstraße runter zur “ArchitekTour” im Rahmen von 100 Jahre Heerstraße.
Am Sontag, den 24. Juli startet um 11 Uhr “Die FriedhofsTour”, denn die Friedhöfe links und rechts der Heerstraße von Westend bis Dallgow-Ausbau spiegeln vortrefflich die Geschichte wieder. Vom Quartiersmanagement Heerstraße und den beiden QM-Medien-Projekte “Treffpunkt” und “staaken.info” initiiert und von dem Kreis der ehrenamtlichen Lokalhistoriker/innen des Geschichtstreffs vorzüglich recherchiert und vorbereitet konnten die Teilnehmer/innen an einem Dutzend Stationen vom “Theo” über Rupenhorn bis Neu-Jerusalem mehr über die Orte und Gebäude und somit auch über die Geschichte der Straße erfahren. Und obwohl alle “Ausflügler” schon recht lange mit der Heerstraße und dem Drumherum verbunden sind, so war für “Viele Manches Neu” und sei es nur, dass man einmal das Corbusier-Haus von Innen und dort auch Berlin von Oben sehen konnte.
Jedenfalls ist die “ArchitekTour” so gut bei den Teilnehmer/innen angekommen, dass sich schon welche für die FriedhofsTour am 24. Juli und auch für die MauerTour am 14.8. angemeldet haben. Anmeldungen unter 617 400 77 sind vor allem für diejenigen besonders wichtig, die sich die Strecke entlang der Heerstraße mit dem Fahrrad nicht zutrauen, denn Bus- und PKW-Plätze sind begrenzt.
Die ArchitekTour wird wiederholt – Termin geben wir rechtzeitig bekannt.
Ausflüge per Rad und/oder Bus zu Sehenswertem links und rechts der Heerstraße. Treffen jeweils 11 Uhr Kulturzentrum Gemischtes, Sandstraße 41. Anmeldung und Informationen unter 617 400 77.
Teil I Planung und Bauzeit
1897 Die „Neue Zeit“ berichtet über Pläne des Militärs für eine Heerstraße bis Döberitz mit Havelbrücken zwischen Pichelswerder und Tiefwerder
1898 Regierungsbauführer Ludwig Hercher veröffentlicht in der Deutschen Bauzeitung seinen Vorschlag zum Bau eines breiten Boulevards von Am Knie bis Pichelsberg
1902 Abriss der Bebauung auf der Südseite der noch schmalen Bismarkstraße
1903 – 1906 Bau des Abschnitts von Am Knie mit Verbreiterung der Bismarckstraße, dem Kaiserdamm bis Reichskanzlerplatz
1906 – 1908 Realisierung des Boulevards durch den nördlichen Grunewald bis zum Stößensee. Zur Finanzierung wird vom Forstfiskus ein breiter Streifen entlang der Straße in baureife Parzellen verwandelt
16. März 1908 Die U-Bahn zum Reichskanzlerplatz wird kurz vor der öffentlichen Freigabe vom Kaiser abgefahren
1908/09 Die Brücken über Stößensee und Havel werden gebaut und beidseits die Dämme aufgeschüttet.
1909 Die Pferderennbahn Grunewald wird auf dem Areal des heutigen Olympiastadions eröffnet. Drei Jahre später wird unter Einbeziehung der Rennbahn das Deutsche Stadion nach Entwürfen von Otto March errichtet. Vorgesehen für die Olympischen Spiele 1916, die aufgrund des 1. Weltkriegs nicht stattfinden.
1911 Mit der Döberitzer Heerstraße ist der Anschluss zur Fernstraße nach Hamburg und zum Truppenübungsplatz Döberitz fertig gestellt. Dort ist das Kaisermanöver mit zum ersten Mal auch Beteiligung von Flugzeugen ein erster Höhepunkt.
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