Ein Projekt des Quartiersmanagements Heerstraße
Die vom Quartiersmanagement, der Stadtteilzeitung TREFFPUNKT und dem Stadtteilportal staaken.info initiierten Geschichtstreffs haben sich schon in mehreren Veranstaltungen und Ausstellungen mit der Geschichte der Großsiedlung Heerstraße auseinandergesetzt.
Vor 100 Jahren im Jahr 1911 wurde die Heerstraße als Verbindung zum Umland und für das Militär zum Truppenübungsplatz fertiggestellt. Da die Heerstraße das Quartier in Staaken auch heute noch deutlich prägt und ihm den den Namen gibt ist es fast folgerichtig, dass sich seit Anfang 2011 an lokaler Geschichte interessierte Mitbürger/innen zu einem Arbeitskreis des Geschichtstreffs zusammenfanden um gemeinsam und ehrenamtlich das Jubiläum mit Ausstellung, Veranstaltung und geführten Themenausflügen zu gestalten.
Diese Sonderseite “100 Jahre Heerstraße” begleitet den Arbeitsprozess der Ausstellungsmacher/innen auf dem Weg von Recherche bis zur Ausstellung und gibt so auch schon vorweg Einblicke wie sich 100 Jahre Deutsche Geschichte links und rechts der Heerstraße dokumentieren.
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15. 07. 2011
So. 24. Juli, mit Fahrrad oder Bus.
Start 11 Uhr Bhf. Heerstraße (Rad)
Kulturzentrum Gemischtes (Stadtteilbus)
Unbedingt anmelden unter:
617 400 77 bzw. mail@staaken.info oder über Kommentar
Nach der ArchitekTour vom 10. Juli wird nun die “FriedhofsTour” angeboten um an Stationen links und rechts der Heerstraße interessante Aspekte der Geschichte der Magistrale zu erfahren. In diesem Jahr wird das 100. Jubiläum der Fertigstellung der fast schnurgeraden Verbindung von Charlottenburg über Pichelsdorf bis zur Chaussee nach Hamburg und dem Truppenübungsplatz in Döberitz begangen.
Vielleicht ungewöhnlich gerade anhand der Friedhöfe, die vom Charlottenburger Westend bis Staaken und Dallgow-Ausbau sich wie an einer Perlenschnur entlang der Heerstraße reihen, sich mit der Geschichte der Straße vertraut zu machen.
Aber nicht nur der Waldfriedhof Heerstraße, der seinen Namen trägt, weil er an Westend und die Villenkolonien angrenzend im Forst des seinerzeit neugeschaffenen Gutsbezirks Heerstraße liegt, hat sehr viel mit der Planungs- und Entstehungsgeschichte der Straße zu tun. Auch die anderen bekannten und weniger bekannten Ruhestätten, die auf der Tour besucht werden, sind alle mit der Straße und wichtigen Stationen der 100 Jahre Geschichte eng verbunden.
So bietet auch auf diese Tour nicht nur sehenswerte Orte sondern auch viele Informationen über interessante Aspekte der globalen und lokalen Geschichte.
Anmeldung unter Tel. 617 400 77
per mail an mail@staaken.info
oder direkt unter Angabe von Namen und Rückrufnummer oder Adresse hier über die Kommentarfunktion
Ausflüge per Rad und/oder Bus zu Sehenswertem links und rechts der Heerstraße. Treffen jeweils 11 Uhr Kulturzentrum Gemischtes, Sandstraße 41. Anmeldung und Informationen unter 617 400 77.
Teil I Planung und Bauzeit
1897 Die „Neue Zeit“ berichtet über Pläne des Militärs für eine Heerstraße bis Döberitz mit Havelbrücken zwischen Pichelswerder und Tiefwerder
1898 Regierungsbauführer Ludwig Hercher veröffentlicht in der Deutschen Bauzeitung seinen Vorschlag zum Bau eines breiten Boulevards von Am Knie bis Pichelsberg
1902 Abriss der Bebauung auf der Südseite der noch schmalen Bismarkstraße
1903 – 1906 Bau des Abschnitts von Am Knie mit Verbreiterung der Bismarckstraße, dem Kaiserdamm bis Reichskanzlerplatz
1906 – 1908 Realisierung des Boulevards durch den nördlichen Grunewald bis zum Stößensee. Zur Finanzierung wird vom Forstfiskus ein breiter Streifen entlang der Straße in baureife Parzellen verwandelt
16. März 1908 Die U-Bahn zum Reichskanzlerplatz wird kurz vor der öffentlichen Freigabe vom Kaiser abgefahren
1908/09 Die Brücken über Stößensee und Havel werden gebaut und beidseits die Dämme aufgeschüttet.
1909 Die Pferderennbahn Grunewald wird auf dem Areal des heutigen Olympiastadions eröffnet. Drei Jahre später wird unter Einbeziehung der Rennbahn das Deutsche Stadion nach Entwürfen von Otto March errichtet. Vorgesehen für die Olympischen Spiele 1916, die aufgrund des 1. Weltkriegs nicht stattfinden.
1911 Mit der Döberitzer Heerstraße ist der Anschluss zur Fernstraße nach Hamburg und zum Truppenübungsplatz Döberitz fertig gestellt. Dort ist das Kaisermanöver mit zum ersten Mal auch Beteiligung von Flugzeugen ein erster Höhepunkt.
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