Veranstaltungen

     

    Wunderblume wird 40

    Die Kita Wunderblume am Leubnitzer Weg 2 feiert ihren 40.
    Mit Zirkus, Schminken und Buffet
    Fr 01. Juni 15 Uhr

    Türkischer Abend mit Musical

    Die Grundschule am Amalienhof lädt ein:
    Am 06. Juni um 18 Uhr “Türkischer Abend” mit vielen Köstlichkeiten und
    dem Musical Kalif Storch unter Mitwirkung des Baglama (Saz) Spielkreises.
    Die Einladung zum download

    Frühstücken bei “Charlie”

    Sonntag 20. Mai 10-14 Uhr
    Treff Charlie Blasewitzer Ring, Tel.

    Sport,Spiel, Bewegung Aktuell

    Mit einem Klick: Übersicht aller kostenfreien Kurse im Mai des QM-Projekts Sport, Spiel und Bewegung im Stadtteil

    Ausstellung “Momente”

    Die Ausstellung “Momente” zeigt seit 24.4. Bilder der Fotografin Sylvia Hucke
    Mo, Mi, Fr 9-13 u Do 14-17 Uhr
    Gemeinwesenverein Obstallee 22 d

    Das aktuelle Programm im Gemischtes

    mit vielen Highlights und den ständigen Terminen
    zum download
    April-Juni 2012 Programm

 

Nachbarn erzählen

Die Legende vom Weihnachtsstern

20. 12. 2009

von A. Zamzam

Tanzende Schneeflöckchen geben dem Armutsviertel einen Hauch Romantik. Schneekristalle  glitzern in der Dunkelheit. Einsamkeit kriecht durch die spärlich beleuchtete Straße. Sophie kneift die Augen zusammen. Ihr Atem gefriert. Ein kleines Mädchen. Allein. Wieder einmal hatte sie sich unbemerkt aus der Wohnung geschlichen.
Sophies Schwester sagt immer, dass Weihnachten nur ein Märchen sei, doch Sophie glaubt an den Weihnachtsmann. Eines Tages, so hofft sie, wird sie Santa Claus begegnen. Ihren Gedanken nachhängend, verlässt sie unbemerkt ihre vertraute Route und biegt in eine Nebenstraße ab. Sie geht immer weiter. Langsam wirkt alles befremdlich. Sie läuft nach links, nach ihrem Gefühl müsste sie gleich zur großen Straße kommen, doch geradeaus geht es nicht weiter. Ein riesiger Zaun versperrt den Weg. Links oder rechts oder zurück? Als sie hinter sich drei Männer bemerkt, biegt sie kurzerhand links ab. Die Gasse wird immer schmaler. Ein hässliches Graffiti, ein Totenkopf, inmitten einer bröckelnden Hausfassade, bohrt sich direkt in Sophies Augen. Schnell wendet sie sich ab. Schatten tanzen in der Nacht. Ihre Schritte werden schneller. Es ist unheimlich hier. Immer wieder dreht sie sich um. Die Männer laufen mit Abstand hinter ihr her. Die Gasse endet. Sie kommt zu einem Haus. Es ist ein Gottes-Haus. Sie öffnet die schwere Eisentür. Das Mädchen betritt die Kirche. Hier fühlt sie sich sicher. Kerzen übersäen den Altar. Die Halle ist menschenleer. Sophie setzt sich in die zweite Reihe, starrt in die flackernden Lichter. Wie lange soll sie jetzt hier sitzen?

Wie kommt sie nach Hause?

Es knackt hinter ihr. Blitzartig reißt sie den Kopf nach hinten. Ein greisenhafter Mann zieht schwerfällig die Beine abwechselnd über den Fußboden. Sophie rutscht tiefer in die Bank hinein, mummelt sich in ihre viel zu große Jacke. Es wird still. Der alte Mann hat sich schräg hinter sie gesetzt. In ihren Gedanken rennt Sophie schon aus der Kirche.
„Hallo“, sagt der alte Mann. Zögerlich, die Hände tief in der Jacke vergraben, dreht sie sich um. Das Gesicht des Mannes wirktfreundlich, sein Haar ist mit Schnee bedeckt.
„Wo sind Deine Eltern?“, fragt er mit tiefer Stimme.
„Meine Mama ist zu Hause.“ „Was machst Du so spät allein hier?“
„Ich hab mich verlaufen“, flüstert Sophie und dreht sich wieder nach vorn.
Es ist für einen Moment lang still. Der Mann räuspert sich. „Was macht ein so junges Ding um diese Uhrzeit überhaupt noch auf der Straße?“
Sophie holt tief Luft. Sie richtet sich auf und dreht sich nach hinten. „Ich hab mich rausgeschlichen.
Ich bin auf der Suche nach Santa Claus!“
„Santa Claus?“

„Ja! Er ist der Einzige, der meiner Schwester helfen kann!“ Der alte Mann beugt seinen Kopf nach vorne. „Was ist mit Deiner Schwester?“ „Marie … Sie ist schwer krank! Die Ärzte können ihr nicht helfen.“ Die Augen des kleinen
Mädchens werden glasig. Der Mann tätschelt Sophies Kopf, lehnt sich nach hinten.

„Ich erzähl Dir jetzt etwas. Hör gut zu! Es ist die Legende vom Weihnachtsstern: Früher warteten die Menschen auf die Nacht zwischen Heiligabend und Weihnachten. Es war die Nacht des Weihnachtssterns. Der Stern leuchtete ganz hell am Himmel, er glühte förmlich. Genau in dieser Nacht wünschte man sich etwas. Etwas für einen Menschen, der einem nahe steht. Und man erzählte sich, dass bei jenen Menschen, deren Herz rein war, der Wunsch in Erfüllung ging.“ Sophies Augen werden groß. Sie hängt an den Lippen des knöchernen Greises.
„Morgen ist Heiligabend!“, bringt sie laut hervor. Er lächelt und nickt. „Komm! Ich werde Dich nach Hause bringen! Deine Mutter ist sicher krank vor Sorge!“
„Ja. Wenn sie bemerkt hat, dass ich nicht im Bett bin, dann schon.“
Gemeinsam verlassen sie die Kirche. Vor der Tür steht ein Taxi. Sophie gibt dem Fahrer ihre Adresse. Es dauert nur wenige Minuten, bis sie den Wohnblock erreichen. Der Greis schlürft langsam neben Sophie die Treppen hoch.
„Versprich mir, dass Du nie wieder nachts alleine durch die Straßen läufst!“, sind seine letzten Worte. Er zwinkert dem Mädchen zu, dreht sich um und geht.
Die Wohnungstür öffnet. „Wo warst Du?“, fragt ihre Mutter unter Tränen. „Oh Gott, ich bin so froh, dass Du wieder da bist!“ Sie geht in die Hocke, nimmt Sophie in die Arme und drückt sie ganz fest an sich.
„Tut mir leid, Mama!“ Ein lautes Husten ertönt aus dem Kinderzimmer. Die Mutter bringt Sophie ins Bett und schaut nach Marie.
Als der nächste Morgen anbricht, steht Sophie auf und setzt sich auf das Bett ihrer Schwester. Sie stupst sie an. Marie dreht sich um. Sie ist blass. Sophie erzählt ihrer Schwester die Geschichte vom Weihnachtsstern.
Marie lächelt: „Deine Phantasie ist unglaublich! Ich würde gern noch etwas schlafen. Sei nicht böse!“ Sophie verlässt das Zimmer. Warum glaubt Marie ihr bloß nicht? Aber sie wird schon sehen!
Ungeduldig wartet sie auf den Abend. Ein geschmückter Tannenzweig liegt auf dem Wohnzimmertisch. Einen Weihnachtsbaum können sie sich nicht leisten. Die Mutter hat Plätzchen gebacken. Es duftet nach Zimt. Für einen Augenblick vergessen die Mädchen ihre Sorgen. Es ist spät, als die Kinder ins Bett gehen. Als Marie eingeschlafen ist, geht Sophie zum Fenster. Sie drückt ihren Bären ganz fest an ihren Oberkörper und schaut zum Himmel. Ganz oben sieht sie den Weihnachtsstern. Er leuchtet so hell, als wollte er die Nacht zum Tag machen. Ihre Augen glänzen,
spiegeln den Stern in ihren Pupillen. Sie schließt sie und flüstert ihren Wunsch zum Himmel. Als
sie die Augen öffnet, beginnt der Stern zu funkeln. Einen Moment beobachtet sie das Schauspiel. Als der Stern schwächer strahlt, legt sie sich zurück ins Bett. Sie schläft ein.

Der nächste Tag

Früh am Morgen erwacht Sophie aus ihrem Schlaf. Sofort läuft sie zu ihrer Schwester ans Bett und weckt sie ungestüm: „Schwesterherz. Wie geht es Dir heute?“ Immer wieder rüttelt sie an ihrer Schulter. Doch Marie wirkt benommen. Ihre Haut ist blass, und sie hustet kränklich. Sophie starrt aus dem Fenster. Der alte Mann hatte sie belogen! Oder sie hatte kein reines Herz! Wie konnte sie nur glauben, es würde ihrer Schwester besser gehen?
Es klingelt. Die Mutter öffnet die Tür. Ein gut gekleideter Herr mit Koffer steht da. Er nimmt seinen Hut ab.
„Guten Morgen! Wo ist denn das Sorgenkind?“, fragt er freundlich. Sophie kommt dazu. Sie mustert den Mann.
„Welches Sorgenkind? Wovon reden Sie?“, fragt die Mutter. „Ich bin gekommen, um einem kranken Kind zu helfen!“
„Marie? Aber … Ich habe kein Geld …“ „Das brauchen Sie auch nicht!“ Der Arzt betritt die Wohnung. Verwirrt zeigt die Mutter dem Arzt das Zimmer der Kinder. Er setzt sich auf die Bettkante von Marie und öffnet seinen Koffer.
„Ich werde so lange kommen, bis es Dir wieder gut geht! Das habe ich jemandem versprochen.“ „Wem haben sie das versprochen?“, fragt Sophie.
„Dem Weihnachtsstern!“ Er lächelt und zwinkert ihr zu.

3 Kommentare zu “Die Legende vom Weihnachtsstern”

  1. [...] Die Legende vom Weihnachtsstern [...]

  2. Norbert Jüling sagt:

    Weihnachten, das Fest der Liebe, der Besinnung, der Solidarität zwischen den Menschen… Ich finde, diese Geschichte erreicht die Herzen vieler Leser. Ja, man sollte seinen Glauben an das Leben und die Liebe zwischen den Menschen niemals aufgeben Die Weihnachtsbotschaft kann kaum besser zu uns gebracht werden, wie durch diese wunderschöne Kurzgeschichte.
    Vielen Dank liebe(r) A. Zamzam.

    Norbert Jüling

  3. Steinborn Ingeborg sagt:

    da ich selber viele Geschichten schreibe, habe ich diese mit besonderem interesse gelesen. Es ist schade das es heute keine Zeitungen mehr gibt die solche Kurzgeschichten veröffentlichen. Ich erinnere mich an früher, da gab es Rubriken in den Zeitschriften,die sich mit kleine Geschichten befast haben.Ich habe diese als Kind besonders gerne gelesen. Es ist eine sehr schöne Geschichte. Ich wünsche dem Schreiber viel erfolg. Machen Sie weiter so. Danke I. St.

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Kurz+Wichtig

     

    Jury der Anwohner/innen tagt

    Mi 23. Mai 17 Uhr die QF1-Jury entscheidet über neue Aktionen und Projekte* – machen Sie mit!
    Ort: “Familie im Zentrum” FiZ – Einladung zum download + + + »


    *QF1-Projekte – Angebote die direkt dem nachbarschaftlichen Miteinander dienen, mit einem Finanzbedarf von max. 1.000 Euro
    Jede(r) Anwohner/in ab 16 Jahre kann in der Jury mitentscheiden
    Ort: FiZ im gelben Container auf dem Schulgelände der Christian-Morgenstern-GS, Zugang bei Maubeerallee 23Powered by Hackadelic Sliding Notes 1.6.5

    Flohmarkt zum Kinderfest

    Zum Kinderfest des Staaken-Centers am 2. Juni soll es auch einen Flohmarkt geben. Ab sofort kann man sich für einen Stand anmelden – kostenfrei aber gegen Kaution. Tel. 36 47 80 82
    Kontaktdaten und Info  zum download

    Wettbewerb “Respekt gewinnt”

    Ab sofort können bis 25. 10. Vorschläge für den Wettbewerb eingereicht werden. Mit bis zu 5.000 Euro werden Projekte für ein weltoffenes Berlin und eine Kultur des Respekts prämiert.
    Mehr Info auf der Webseite des Berliner Ratschlags für Demokratie

    115 für Bürgerämter

    Ab 2. Mai sind die Bürgerämter Spandaus unter der Kurzwahl “115″ erreichbar!
    Und wie Bezirksstadtrat Machulik erklärt, gibts sogar einen kostenfreien Rückruf um Ihre Fragen zu klären. Die Pressemitteilung

    Schöne Aussichten – Turmführungen in Spandau

    jeden 1. u. 3. Mittwoch im Monat dem Rathaus aufs Dach steigen
    und jeden Samstag lockt der Weg hoch in den Turm der Nikolaikirche
    Info und Kontakt für Anmeldung

    Seit 7.4. wieder da, die Wasserbüffel auf Tiefwerder - ein schöner Sonntagsausflug

     

    Laib & Seele sucht Ehrenamtliche

    Helfende Hände für die Lebensmittelausgabe Laib & Seele in unserem Stadtteil dringend gesucht. Kontakt: Klaus Ringhand 363 71 00
    Mehr Info

    Nachrücken möglich – Deutschkurs für Migranten

    Ab Freitag  29. März bis 28. September, werktags 9 – 12.30 Uhr
    im Café Charlie, Blasewitzer Ring 36
    Zum Artikel mit Info, Kontakt

    Viele Tipps für junge Familien

    Angebote im Bezirk für junge Familien ob Gesundheit, Sport oder Freizeit sowie Kursangebote wie den Erziehungsführerschein finden sich in der Broschüre, die beim Kinder- u. Jugendgesundheitsdienst, Bürgerämtern und Bibliotheken erhältlich ist. Mehr Info

    Polizei warnt vor Raubtätern

    Vor allem ältere Mitbürger in Seniorenwohnanlagen sind seit Mai 2011  im Visier von Tätern, die ihre Opfer mit Gewalt in die Wohnung drängeln und ausrauben.

    Das Plakat mit Warnung und Täterbeschreibung zum download